A million shades of blue & green

… und ein Tupfer Orange!

Oft stelle ich mir hier die Frage: wenn ich die Augen zumache, vergesse, wo ich bin und sie dann öffne: wo würde ich das Bild, das ich dann sehen hintun? Oft ist es Kanada, mit seinen Weiten, seiner Natur;  manchmal ist es die Schweiz – nicht umsonst sind hier die Southern Alps; manchmal ist es Australien: die Architektur der Häuser, dass Entspannte um mich herum; manchmal ist es Karibik, mit seinen traumhaften Stränden und klarem Wasser; manchmal die irische Küste: rauh und aufgewühlt. Etwas reingezoomt sind es dann die Farben Blau und Grün in all ihren Schattierungen, die mich nicht loslassen. Immer wieder frag ich mich: wie würde ein Maler diese Farben kreieren können?

Mein Neuseeland überwältigt mit seinem Wasser, seinem Blau. Es ist das weiße Eisblau der Gletscher, das einladend weiche Hellblau der Tasman Sea im Norden, das stählerne Mittelblau der Seen, das petrolfarbene, milchige Graublau des Hokitika Gorge, das schwarzblau der tosenden Tasman Sea. Unzählige Schattierungen.

Und überall Wasser, Wasser, Wasser. Es stürzt die Berge in wilden Wasserfällen hinab, schiebt sich als Gletscher über Hänge, strudelt in unzähligen Creeks und rauscht in vielen, vielen Flüssen. Es tost in wilden Wellen in der Tasman Sea und lädt im Pazifik zum Entdecken ein. Es liegt ruhig da in kleinen Seen und spiegelt seine Umgebung. Oder erstreckt sich über weite Flächen in riesigen Gewässern. 

  
 

   

  
 

  

    
  

   

  

  

  

  

  

 Und es nährt die Flora. 

Mein Neuseeland fasziniert mit seinen Pfanzen, seinem Grün. Regenwald mit silbergrünen Farnen, Flechten und Palmen, knackig-grünes Moos auf Steinen, mattes graugrün auf den Hängen der Schafe, dreckiges braungrün auf den Kuhwiesen, sattes Apfelgrün in den Bäumen, wenn die Sonne alles zum Strahlen bringt, schwarzgrün im dunklen Gehölz. Alle Nuancen sind hier schnell auf kurzer Distanz zu finden. Und irgendwie bringt mich das wieder und wieder zum Staunen.
        
  
Und mein Neusseland wird das Land sein, wo ein kleines, orangenes Flugzeug mich zu meinem ersten Fallschirmsprung gebracht hat. :o)

   
   

 

 Und wieder und wieder staune ich über die netten und unkomplizierten Begegnungen auf meiner Reise. Ich begegne Menschen, wir führen ein kurzes oder langes Gesprch, manchmal oberflächlich, manchmal tief. Wir verbringen Zeit miteinander kurz oder auch länger. Und danach geht jeder seiner Wege. Man geht ein Stück des Weges gemeinsam. Und freut sich daran. Manchmal ist es nur ein Schritt, manchmal ist es ein richtiger Abschnitt. Manchmal kennt man nicht einmal den Namen des Gegenübers. Die Verbindungen sind so einfach, offen und unkompliziert. 

Ich brauche keine Energie, um gegen etwas zu kämpfen. Alles was ich mache, mache ich, weil ich es in dem Moment will. Daher geht einfach alles flüssig nach Vorne. Einfach, unkompliziert und schön. So fühlt es sich jedenfalls heute an. Dankbar und glücklich.

2 Gedanken zu “A million shades of blue & green

  1. Liebe Gesa,
    Du schreibst sooo schön und Deine Worte wecken Sehnsucht nach NZ. Es bietet alles auf kleinstem Raum.

    „Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind Kleinigkeiten zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder“
    Henry David Thoreau
    …wie wahr 🙂

    Liebe Grüße aus München
    Gudrun

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    1. So – und jetzt auch mit Fotos. War im letzten Hostel nix mit dem Upload.
      Danke für das Kompliment und das schöne Zitat.
      NZ ist definitiv eine laaaaaaange Reise wert. Pack den Rucksack 😉!

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