Reset

Ist es so, dass ab und zu die Serie von Highlights unterbrochen werden muss, damit wieder Raum für Neues ist? Eine Art Reset, die einen Normalnull spüren lässt, damit ein Hoch auch wieder ein Hoch sein kann? Irgendwie habe ich das Gefühl: ja! 

Ich bin krank geworden. Fühlte mich allein und elend. Hatte das Gefühl, mich in mich zurückziehen zu müssen. Kein Kontakt zu anderen. Nur schlafen. Ich hatte Angst. Das Fieber war so hoch. Ich habe geglüht. Und ich hatte keine Ahnung, wie hoch die Temperatur in Wirklichkeit ist. Das Gefühl vielleicht nicht zu wissen, wann es gefährlich werden würde. Nicht schön. Ich hätte jemand gebraucht, der da ist. Der sich kümmert. Aber da war keiner. Also: Augen zu und durch. Keine Wahl.

Und nach kurzer Zeit geht es auch wieder. Es war wie ein Reset meines Körpers. Mal alles ausschalten. Und dann aufwachen, sich wieder am richtigen Ort fühlen, die Sinne wieder geschärft für das, was kommt.

Ich schlafe in meinem bisher schönsten Ort: bei Freunden in einem sehr süßen, kleinen Wohnwagen vorm Haus.“Mein“ eigenes kleines Reich. Und das doch nicht allein. Sondern bei und mit Freunden. Es ist einfach total schön. Steffi und ihre Familie sind so gastfreundlich und nehmen mich ganz einfach mit in ihren Alltag auf. Hoch über der Bay mit dem Blick auf Wasser, Wellen, Sonnenuntergang. Und ich werde Teil des ganz normalen neuseeländischen Lebens. Klasse. Genau was ich brauche. Ich begleite Emily mit in die Schule und ins Turnen, schlage Wasserschlachten mir Samy im Garten, gehe mit Steffi Fahrrad fahren, zum Sport, ins Hot Spa unter klarstem Sternenhimmel und erfahre von Uli einfach viel über das Leben dort. So einfach kann schön sein!

   
   
Und jetzt? Nach weicher, fast karibischer Küste von Abel Tasman und Golden Bay, wird die Küste wilder, die Wellen tosen, das Licht bricht hart. Es geht Richtung Süden. Und ich bin gespannt. 

   
    
    
  

   
    
    
   

Hinterlasse einen Kommentar