Flipper & der ruhende Pol

Ich hatte einen Traum. Schon lange wollte ich mal mit Delfinen schwimmen. Heute habe ich mir diesen Traum erfüllt. Bei Sonnenaufgang vor der Küste Kaikouras.

Von einem Boot aus tauche ich ein – mitten in einen ganzen Schwarm. Verspielt, neugierig, lebenslustig, ausgeflippt, wendig, gesellig, frech und ungeduldig scheinen sie. Sie schwimmen neben mir, um mich herum, unter mir. Manchmal ist kein einziger in meiner Nähe, ein ander Mal sind sie zum Anfassen nah bei mir. Ich kann es irgendwie noch gar nicht recht fassen. Irgendwie ist es aufregend und schon irgendwie traumhaft. Sie zu sehen, macht mich fröhlich und glücklich. Ich staune und kann irgendwie nicht aufhören über sie zu lachen. 

Schon gestern habe ich sie aus der Ferne gesehen, die lustigen Schnellschwimmer. Immer wieder springen sie hoch, machen einen Salto, klatschen mit einem Bauchpflatscher aufs Wasser oder Springen mit ihren Kollegen in sanften Bögen durchs Wasser. Stundenlang könnte ich Ihnen zusehen.  

    
    
  

 
 
 BTW: Was in meinem Traum allerdings definitiv anders war: ich schwamm im Bikini in kristallklarem, türkisenem, wohlig-warmem Wasser. Realität: ich schwimme im dicksten Neoprenanzug eingepackt, an Füßen und Händen schlotternd durch türkisfarbenes Wasser, das mich allerdings nicht weit sehen lässt, sondern dunkel ist und nur die nahen Delfine zur Sicht freigibt. Das Wasser ist so kalt, dass ich trotz aller Schutzkleidung echt Mühe habe, ruhig zu atmen. So wird das Schnorcheln irgendwie eine Herausforderung und unangenehm. Ich muss vor dem letzten Schwimmgang abbrechen. Schade. Und dennoch: es war es wert und mein Traum ist traumhafte Wirklichkeit geworden.

Den Gegenpol zu den Delfinen bildet für mich der Sperm Whale. Ruhig liegt er kurz unter der Wasseroberfläche. Er atmet. Mehr nicht. Scheinbar. Einige Minuten lang. Immer wieder pustet er Wasserfontänen nach oben. Stäubt die Seeluft mit Wasser ein. Dann ein letzter Atemzug. Tief. Erkennbar anders. Dann taucht er ab. Und zeigt seine wunderschöne Schwanzflosse. Majestätisch – der Herrscher der Meere-, gigantisch und groß. Was für ein Erlebnis. 

   
Und noch mehr Marine-Life: auf meinem Küstenspaziergang treffe ich auf Seelöwen. Ganz nah lassen sie mich kommen. Manchmal ist ihr Fell nass und glänzt, manchmal ist es trocken und sieht kuschelig aus. Was ich an ihnen schätze? Sie sehen aus als wären sie die puren Genießer. Klasse! 

   
  
   
 

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